Big
Band Gala in Schlebusch
Jung
und kein bisschen leise
Von Ana Ostric,
07.09.08, 18:04h Im
Freihherr-vom-Stein-Gymnasium präsentierte sich der
musizierende und singende
Nachwuchs neben erfahrenen Ensembles fröhlich und
selbstbewusst.
Schlebusch -
Gleich
vier Big Bands an einem Abend konnte der Schulverein des
Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums am Freitagabend
begrüßen. Ein Programm, das sich
schon auf dem Papier sehen lassen konnte: Neben den beiden schuleigenen
Bigbands waren auch der „Blow Shop“ der Musikschule
Leverkusen und die Bayer
Big Band Teil der Gala. Gerald
Meier, musikalischer Leiter der Stein-Schüler,
schickte zunächst den Nachwuchs ins Rennen. Erst seit einem
Jahr gibt es an der
Schlebuscher Schule die „Little Big Band“, in der
Schüler der Klassen sechs bis
acht musizieren. Mit dem 40 Jahre alten Hit „Mercy, Mercy,
Mercy“ von Joe
Zawinul zeigten die Jungen und Mädchen, dass die Musik, die
ihre Eltern einst
hörten, auch bei ihnen noch richtig gut ankommt.
Verstärkung erhielten die
„Kleinen“ vom imposanten Unterstufenchor. 70
Schüler marschierten in Reih und
Glied auf die Bühne. So jung und kein bisschen leise, mag
manch einer
angesichts der mit Inbrunst und fröhlichen Gesichtern
vorgetragenen
Gute-Laune-Nummer „A Banda“ gedacht haben. „Simply
Stone“, die Big Band der älteren
Freiherr-vom-Stein-Schüler, bewies, wie vielfältig
das Zusammenspiel von
Saxophon, Trompete, Posaune, Gitarren, Piano, Bass und Drums sein kann.
Swing,
Rock und modernder Latin-Pop begeisterten das Publikum in der voll
besetzen Aula.
Gerald Meier verschwieg indes nicht, dass die Schulreform mit dem
Abitur nach
zwölf Jahren ihre Auswirkungen zeigt: „Einige
Schüler fühlen sich überlastet“.
Fürs Musizieren und Singen bleibe weniger Zeit, das bekomme
auch die
Musikschule zu spüren. Eine wichtiger Baustein sei deshalb die
Kooperation mit
der Musikschule, meint Meier. Deren Lehrer kommen vormittags in das
Gymnasium,
um einzelne Schüler zu fördern. Er ist sich sicher:
„Das wird zunehmend so
sein“. |