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Presse
Leverkusener Anzeiger vom 4.03.07 „Das hat sich gut angefühlt“ Ein Bericht von STEFAN ANDRES Wie voll der Saal am Freitag war, vernahm man gleich am Beifall, der nicht danach klang, als hätten eingestaubte Studienräte ödes Schülervolk in die Aula getrieben. Wenn Musiklehrer Gerald Meier mit Schul-Big Band „Simply Stone“ zum Jazzabend bittet, dann wird die Schulaula des Schlebuscher Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums zur Showbühne. Zum Auftakt spielten „Simply Stone“ ein „Best of“ - und begeisterten das Publikum von Anfang an. Doch Meier, der souverän durch den Abend führte, und seine groß aufspielende Big Band blieben nicht alleine beim fünften Jazzabend: Zunächst sorgte die Rhythmus-Truppe „Notausstieg“ der Musikschule um Heinz Reiner Schiefer mit unkonventionellen Mitteln wie Stöcken oder Tonnen für ebenso energisch wie choreographisch ausgefeilt vorgetragenen Takt. ![]() "Georgia on my mind": Die Big Band "Simply Stone" und Sängerinnen (Bild Krieger/Ksta) Ausgelassen getanzt Und zweifellos zum Showprogramm gehörten, wenn auch hinter dem Rücken des Publikums, die Schülerinnen, die den Freiraum hinter der letzten Reihe nutzten, um zu den Rhythmen der Band ausgelassen mitzutanzen - und den „Tequila!“-Ruf im gleichnamigen Champs-Song vielstimmig von ganz hinten zu entbieten. Nach der Pause ließ es sich dann Schulleiterin Monika Romain nicht nehmen, einen Stein-Absolventen persönlich vorzustellen: Christopher Klassen hat 2003 am Stein sein Abitur abgelegt und studiert nun in Amsterdam Musik. Nicht nur hatte er 1996 als Siebtklässler bei der damaligen Musical-Inszenierung „Cats“ der Ballett-Compagnie an der Trompete mitgewirkt, er war auch Gründungsmitglied der Big Band und hat den Kontakt zu seiner Schule seither nicht verloren. Am Freitag kam er mit seiner eigenen Band, dem „Christopher Klassen Quartett“ zurück an seine alte Wirkungsstätte: Er spielte angejazzte Versionen deutscher wie koreanischer (zwei seiner Bandkollegen sind Koreaner) Volkslieder sowie eigene Kompositionen und überzeugte mit seinen Gesangs-Fertigkeiten. Gleichfalls ein ehemaliger „Steiner“ ist David Zernack. Schon dessen Vater Helmut hatte sich als Musiker einen Namen in Leverkusen gesichert. David hat nach seinem Abitur am Stein 1988 in Arnheim Musik studiert und widmet sich dem Saxophonspiel und der Komposition von Jazz- und Pop-Arrangements. Mit der Big Band hatte er in einem Workshop zwei seiner Songs einstudiert: „Boogaloo“ und „Absent“, die er am Freitag mit der Band uraufführte. Seine Frau Marie dürfte auch den derzeitigen Schülern bekannt sein: Als Referendarin für Musik firmiert sie auf der großen Tafel vor dem Lehrerzimmer mit Fotos aller Lehrer noch unter dem Namen Lösche. Seit August ein Ehepaar Doch
seit August vergangenen Jahres sind die beiden ein Ehepaar und so
verzierte
also Frau Zernack die Stücke ihres Gatten mit
leidenschaftlichen
Jazz-Violin-Soli. |